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Die BASF AG
"Die Badische Anilin- & Soda- Fabrik AG", laut Handelsregister einfach BASF AG, deren Hauptsitz sich in Ludwigshafen befindet, ist zur Zeit mit fast 100.000 Mitarbeitern in über 150 Ländern der grösste Chemiekonzern der Welt. Sie wurde 1865 in Mannheim- Jungbusch von Friedrich Engelhorn gegründet. Der Umsatz des Unternehmens lag 2006 bei über 52 Milliarden Euro. Es hat Kunden in über 200 verschiedenen Ländern und weit über 100 Produktionsstellen. Die Aktien, die im Deutschen Aktienindex gelistet sind, werden in London und Zürich an der Börse gehandelt.
Der Gründer versuchte Steinkohlenteer zu nutzen und versuchte die Farbstoffe für Textilindustrien herzustellen. Zuerst war die Produktion von Teerfarbstoffen die Aufgabe des Unternehmens. Es begann allerdings schnell, Textilfarbstoffe auf Indigobasis herzustellen, womit bald eine führende Position auf dem Markt der ganzen Welt, erreicht werden konnte.
Ende des 19. Jahrhunderts wurden von dem Unternehmen Niederlassungen in Amerika, Frankreich und Russland gegründet und es präsentierte sich auf der Weltausstellung, die in Paris stattfand, als weltweit grösste Chemische Fabrik. Ein Jahr nach ihrer Präsentation in Paris konnte die Gesellschaft mit licht- und waschechten Farben eine absolute Neuheit vorzeigen; sie ersetzten dann Indigofarben in Druckereien und Färbereien.
1913 ging eine Ammoniaksyntheseanlage in Betrieb, was ebenfalls eine Weltneuheit darstellte, da sie eine Produktion von über 7.000 Tonnen Ammoniak im Jahr erreichte. Kurze Zeit später wurde das Agrarzentrum Limburgerhof eröffnet, nachdem die BASF begonnen hatte, Düngemittel zu produzieren.
In Zeiten des ersten Weltkrieges wurde sie in die Rüstungswirtschaft einbezogen: Sie sollte Salpeter und Ammoniak zum Einen für die Sprengstoff- und zum Anderen für die Schiesspulverproduktion herstellen. Ausserdem sollte das Unternehmen bei der Herstellung von Giftgas helfen. Dadurch wurden kaum noch Farben produziert und BASF, Agfa und Bayer schlossen sich mit der "Hoechst AG", der heutigen "Messer Griesheim GmbH" und "WEILER ter MEER" zusammen, um eine Farbenindustrie aufzubauen.
Nach dem Krieg und dem Verlieren einiger Monopole baute die BASF die Farbproduktion wieder auf, schaffte es aber nicht mehr zur gleichen weltmarktführenden Position, wie sie sie früher innehatte. Ziemlich zur gleichen Zeit hatte sie den ersten deutschen Tarifvertrag der chemischen Industrie. Wenige Jahre später, als die Inflation in der Weimarer Republik ihren Hochpunkt erreicht hatte, gab es für die Aktiengesellschaft eine eigene Währung, die "Anilindollar", wodurch Angestellte vor der Geldentwertung gesichert sein sollten. In dieser Zeit gelang die erste Metanolsynthese. Mitte der 1920er Jahre wurden die Vermögen von der "Farbwerke Höchst AG" auf die BASF übertragen, wodurch es mit rund 80.000 Mitarbeitern zum grössten Chemiekonzern der Welt wurde. Der neue Name war "I.G. Farben".1930 gelang es, Kautschuk herzustellen. 1933 geriet die bis dahin recht frei agierende Aktiengesellschaft unter den Einfluss der Nationalsozialisten und wurde zu einem Kriegsunternehmen. Nach dem Beginn des Krieges stellte die "I.G. Farben" Farben für den Kampf her und unterstützte Rekrutierungen von Fremd- und Zwangsarbeitern. Ab 42 hatte das Unternehmen eine Produktionsstätte in Polen, um synthetisches Kautschuk herzustellen. In etwa zu dieser Zeit begann die Produktion magnetischer Tonbänder.
Mitte des 20. Jahrhunderts Wurde das Unternehmen zu den Unternehmen Agfa, BASF, Cassella GmbH, Bayer AG, Duisburger Kupferhütte AG, Chemische Werke Hüls AG, Kalle & Co. AG, Wasag Chemie AG, Dynamit AG, Mainkur AG. Ab 1952 nannte sich die "I.G. Farben AG" "I.G. Farbenindustrie AG i.L.". 1951 wurde in der Firma Styropor entwickelt, das zur Isolation benötigt und gebraucht wurde. Etwa zehn Jahre später wurden Zweigstellen im Ausland aufgebaut und in Amerika wurde sie "Dow Badische Chemical Company" gegründet. Wenige Jahre danach hatte das Unternehmen einem Umsatz von über vier Milliarden DM und über 55.000 Mitarbeiter.
Parallel dazu begann es, vorher nur als Warenlieferant tätig, einen Pharmabereich aufzubauen.
1973 wurde die Kurzform "BASF Aktiengesellschaft" ins Handelsregister eingetragen und kurz darauf wurde durch die übernahme der "Knoll AG" der aufgebaute Pharmabereich gestärkt. Ebenfalls zur Stärkung derselben wurde 1982 von dem Unternehmen "Grinsted" die Vitaminproduktion übernommen. 2000 übernahm die BASF von der "American Home Products Corporation" das Pflanzenschutzgeschäft.
Heute plant das Unternehmen, das weltweite Agieren auszubauen, besonders in asiatischen Gebieten.
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